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Unsere Weißweine

in den nachfolgenden Kapiteln stellen wir Ihnen unsere lokalen Reben und die jeweiligen Sorten-Typica gerne einzeln vor, aber empfehlen Ihnen an dieser Stelle vor allem: probieren Sie einfach selbst und lassen Sie sich von der Frische und Leichtigkeit unserer Meersburger Bodenseeweine überzeugen:

 

Der Müller-Thurgau:

Herkunft & Geschichte:
Dieser Wein verdankt seinen Namen dem Schweizer Professor Hermann Müller (1850-1927) aus dem schweizerischen Kanton Thurgau, der (so glaubte er) eine Kreuzung zwischen Riesling x Silvaner züchtete. Heute ist jedoch dank moderner Genforschung zweifelsfrei belegt, dass dem Professor wohl die Kreuzung Riesling x Madeleine Royale gelungen war, also das, was wir heute allgemein als Müller-Thurgau (oder auch Rivaner) bezeichnen. Kultiviert wird der Müller-Thurgau in Deutschland heute dank seiner nicht sehr anspruchsvollen aber ertragreichen Rebe auf einer stolzen Fläche von ca. 13.550 ha Anbaufläche (Quelle: Deutsches Weininstitut. Die Trauben dieser Rebsorte reifen früh und werden hierzulande meist in Edelstahltanks ausgebaut.

Allgemeine Sortentypica:
Allgemein typisch für den leichten und frischen Müller-Thurgau sind seine meist hellgelbe Farbe, ein mittelkräftiger Körper und ein säuremilder Geschmack. Seine Aromen sind in der Regel zartfruchtig und erinnern an Äpfel und Birnen, zarte Muskataromen und feine Kräuternoten.

Unser Meersburger Müller-Thurgau:
Besonders für unseren Müller-Thurgau 2012  ist seine  harmonisch, nachhaltig eingebundene Säure. Auch hatten wir den Ertrag im Weinberg durch das Jahr reduziert, so dass er uns in diesem Jahr mit seiner konzentrierteren Aromatik begeistert. Seine zarte Würze nach Pfeffernoten kombiniert mit einem feinherben Fruchtspiel von Mirabellen und Quitte und einem Hauch von klarem Sommerapfel mit leicht citrischen Nuancen im Abgang  machen den Müller-Thurgau 2012 (trocken) zu einem perfekten Begleiter besonders zu Meeresfrüchten, Gartengemüse  oder Risotto – und natürlich auch zu unseren Bodenseefischen.

 

Der Weißburgunder (Pinot Blanc)

Herkunft & Geschichte:
Der Weißburgunder erfreut sich in Deutschland einer wachsenden Beliebtheit. So sind die Anbauflächen für diese Burgunder-Art (einst entstanden durch natürliche Mutation der Blauen Spätburgunderknospen) innerhalb der letzen Zehn Jahre verdoppelt worden. Im Anbau ist der Weißburgunder durchaus anspruchsvoll. So bevorzugen die Reben eher trockene, warme lagen und kräftige, durchlässige Böden – perfekt also für unser Meersburger Klima. Nach einer verhältnismäßig langen Reifezeit können die Reben bei guten Witterungsbedingungen ertragreiche Ernten mit guten Mostgewichten erzielen.

Allgemeine Sortentypica:
Charakteristisch für den Weißburgunder sind im allgemeinen seine hell- bis strohgelbe Farbe und ein zarter, zuweilen verhaltener Duft im Glas. Das Repertoire dieses Weines reicht von leichten Sommerweinen bis hin zur trockenen Spätlese. Seine frischen Aromen erinnern an Birnen und Äpfel, Quitten und Aprikosen mit leicht zitrischen Anklänge  zuweilen auch  Spuren von Ananas und Mango und dem Duft noch grüner Nüsse. Sein etwas säurebetonter Geschmack und ein mittelkräftiger Körper machen den Weißburgunder zu einem ausgezeichneten Menübegleiter.

Unser Meersburger Weißburgunder:
Besonders für unseren Meersburger Weißburgunder ist seine wunderbare Balance zwischen der frischen, elegant eingebundene Säure und seiner Fruchtigkeit. Aromatisch heben sich beim Meersburger Weißburgunder 2012 mit seinem fülligen Körper vor allem seine zarten Birnennoten mit einem Hauch Mandel im Abgang hervor.  Insgesamt ist dieser Jahrgang sehr geschmeidig  und ausgewogen und eignet sich somit ideal als Menüwein zu Fischgerichten, Gedünstetem oder leichten Brotaufstrichen. Gut gekühlt wird er natürlich auch gerne an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse degustiert – wobei an solchen Abenden auch unser Rosé sehr zu empfehlen ist, schon probiert?

 

Der Grauburgunder (Pinot Gris)

Herkunft & Geschichte:
Wie der Weißburgunder, so ist auch der Grauburgunder ursprünglich durch natürliche Mutation des Blauen Spätburgunders (Pinot Noir) entstanden. In Deutschland sind knapp 5% der Rebflächen mit dieser sehr anspruchsvollen Burgunderart bestockt. Die Reben des Grauburgunder mögen es gerne trocken und sonnig  mit steinigen oder kalkigen, gerne tiefgründigen Böden – also auch ideal für unsere Meersburger Lagen. Besonders gut gedeihen die Reben des Grauburgunder aber auch auf Lössterrassen, lehmige, schwere Böden hingegen eignen sich für diese Rebe kaum.

Allgemeine Sortentypica:
Für den Grauburgunder (auch Ruländer genannt) im Allgemeinen ist ein kräftiger und gehaltvoller Körper typisch, sein Geschmack variiert von mild bis säurebetont. Sein Aromenspiel erinnert vor allem an grüne Nüsse, aber auch Birne, Quitte, Rosinen und Trockenobst nebst citrischen Nuancen und Ananas-Noten sind bei diesem Wein besonders ausgeprägt.   Die Farbfacetten eines Grauburgunders im Glas können en von hellem Gelb bis in goldene Bernsteintöne reichen – je nach Ausbau und Qualität des Weines.

Unser Meersburger Grauburgunder:
Unseren Meersburger Grauburgunder 2012 nennen wir auch gerne unsere „Diva“ unter den Weißweinen. Bereits das Bouquet verspricht eine angenehme, freie Süße in der Nase,  erfrischt dann  durch eine markante Säure, einem langen, cremigen Nachspiel und hinterlässt im Abgang eine angenehm nussige Note nach gerösteten Haselnüssen. Seine Aromenvariation überrascht durch angenehme Noten von Orangenblüten und saftig süßen Äpfeln. Dieser ausgewogene Jahrgang eignet sich wunderbar zu gebratenen und gegrillten Gerichten mit Röstnoten hier noch Vegetarier und allein Verkostung (Seeabend) . Das Farbspiel im Glas schimmert in erfrischendem, hellen Gelbtönen und leichten Grünnuancen

 

Auxerrois

Herkunft & Geschichte:
Die Auxerrois-Rebe entstammt ursprünglich einer spontanen Kreuzung zwischen Pinot x Gouais Blanc und ist somit der Burgunder-Familie zuzuordnen,  der Name „Auxerrois“ leitete sich vermutlich aus der französichen Grafschaft „Auxerre“ ab. Entstanden ist diese Kreuzung historischen Nachforschungen zu folge wahrscheinlich während der römischen Besatzung Frankreichs in den Gebieten Burgund und der südlichen Champagne. Die von den Franzosen bereits kultivierten Pinots wurden zu dieser Zeit  in denselben Weinbergen kultiviert wie die von den Römern importierten Gouais Blanc. In Deutschland werden heute knapp 200 ha dieser Rebe kultiviert, im Anbau sind die Anforderungen recht hoch, zumal sie etwas frostempfindlicher sind und ähnliche Bedingungen an Ihre Umgebung stellen, wie der weiße Burgunder.

Allgemeine Sortentypica:
Im Allgemeinen lehnt sich der Auxerrois geschmacklich an seinen nahen Verwandten, den weißen Burgunder an, ist jedoch weniger Säurebetont und schlanker als seine Burgunder-Verwandten. So erinnern seine Aromen an den Duft knackiger Birnen, saftiger Äpfel und einen Hauch von Quitte. Leichte Ananas-Nuacen und ein fein-nussiger Abgang sind ebenfalls typisch für den Auxerrois.

Unser Meersburger Auxerrois:
Für unseren Meersburger Auxerrois 2012 ist besonders sein vegetabiles Aromenspiel mit leicht citirschen Zwischentönen, einem Hauch Apfelblüten und dem Anklang gelbfleischiger Mirabellen und einer leicht verhaltenen, filigranen Burgundernote, hervorzuheben. Dieser angenehm leichte und sehr frische Weißwein kann überall getrunken werden und braucht nicht zu jeder Gelegenheit eine feste Begleitung. Sofern eine solche gewünscht, wären leichte Terrinen, Süßwasserfisch-Speisen und leichtes Gemüse aller Art besonders zu empfehlen.

 

Muskateller

Herkunft & Geschichte:
Der Anbau dieser Rebsorte war über lange Zeit eher Rückläufig, obwohl sie eine der ältesten kultivierten Rebsorten überhaupt ist und sich im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Varianten daraus entwickelt haben, deren Beeren von einem blassen Grünton über sattes goldgelb bis in tiefdunkles Violettschwarz reichen können. Eine besondere Art des Muskatellers ist der gelbe Muskateller, deutschlandweit werden hierzulande noch knapp 100 ha angebaut, wobei die Reben einen sehr hohen Anspruch an ihre Lagen stellen, spät reifen und ausgesprochen frostempfindlich sind.

Allgemeine Sortentypica:
Im Allgemeinen zeichnet sich der Muskateller durch ein feines, intensives Muskat-Aromenspiel aus, das bereits im Glas durch ein betörendes Feuerwerk aus Holunderblüten, Fliedertönen und Limette verzaubert. Diese leichten, rassigen Weine sind unglaublich ausdrucksstark und besitzen dabei eine ausgewogene Säurebalance. Kein Wunder, dass  diese Rebe von Peter Krause als liebevoll als „mein kleines Hobby“ bezeichnet wird – und das schmeckt man diesem Wein auch an.

Unser Meersburger Muskateller:
Für den Meersburger Muskateller ist das Bodensee-Mikroklima mit seinen milden Wintern ideal, um hervorragende Muskatellertrauben zu ernten. Wer einmal von diesem Muskateller gekostet hat, der wird verstehen, was Peter Krause meint, wenn er sagt „man hat förmlich das Gefühl, in die knackig saftigen Trauben reinzubeißen“.  Der heurige Muskateller hat eine intensivere Frische und ist deutlich würziger als beispielsweise im Vergleich der trockene Müller-Thurgau. Hervorzuheben sind auch seine ausgesprochene Exotik, die neben ausgeprägten Fliederaromen an den Duft von Honigmelonen und Leetchis erinnert, die sich mit feinen Bitternoten von Grapefruit mischen. So eignet sich der Meersburger Muskateller 2012 hervorragend als Aperitif und als Begleiter zu exotischer, mittelscharfer Küche, BBQs mit leckeren Chutneys und fruchtigen Desserts oder an lauen Frühsommer-Abenden als perfekter Begleiter zum Sonnenuntergang.